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Neoprenanzug kaufen: praktische Tipps

Wassersportler müssen sich vor Sonnenstrahlung und Auskühlung schützen. Auch bei Luft- und Wassertemperaturen über 20 Grad Celsius ist es sinnvoll, den Körper zu schützen. Mithilfe der passenden Surf- und Tauchbekleidung vermeiden Sportfans den direkten Wasseraustausch. Trockenanzüge verhindern sogar das Eindringen von Wasser. Erfahre hier, welche Details Du beim Kauf eines Neoprenanzuges beachten solltest.

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Wer braucht einen Neoprenanzug?

Alle Wassersportler benötigen einen passenden Kälteschutz für ihren Körper. Neoprenanzüge nutzen beispielsweise:
  • Taucher
  • Windsurfer
  • Kiter
  • Stand Up Paddler
  • Bodyboarder
  • Wakeboarder
  • Triathleten
  • Schwimmer

Wann rentiert sich ein eigener Neoprenanzug?

Grundsätzlich steht zu allererst die Frage im Raum, ob die Anschaffung eines eigenen Anzuges notwendig ist. Häufig gehört der Kauf eines passenden Neoprenanzuges beispielsweise zur Grundausstattung für Surfer. Tatsächlich zögern jedoch viele vor dieser Investition. Entsprechend lohnt sich der Blick auf zwei Detailfragen.

 

Wie lange dauert der Surfurlaub? Handelt es sich um eine einmalige Aktion dieser Art?

In europäischen Surfzentren liegt die tägliche Miete für ein Wetsuit zwischen 10 und 15 Euro. Ein langlebiges und qualitativ hochwertiges Einsteigermodell kostet circa 200 Euro. Der Kauf eines eigenen Neoprenanzuges rentiert sich entsprechend bereits für einen Surfurlaub ab einer Länge von mindestens drei Wochen.

Wird der geplante Surfurlaub nur eine Woche lang sein, aber weitere folgen, bietet die Anschaffung eines eigenen Neoprenanzuges finanzielle Vorteile.

Hersteller garantieren eine durchschnittliche Nutzungsdauer von mindestens fünf Jahren bei fachgerechter Pflege.

Im Gegensatz dazu lohnt sich die Anschaffung eines eigenen Wetsuits nicht, wenn der Aufenthalt in einem Surfcamp geplant ist. Hier ist der Leihanzug oftmals im wöchentlichen Preis enthalten.

Letzteres gilt allerdings nur dann, wenn sich die Leihgebühren außerhalb der jeweiligen Kurszeiten im Rahmen bewegen.

Zu beachten ist zudem, dass Nutzer von Surfschulen oftmals während der Nutzung des Neoprenanzuges im Wasser urinieren. Eventuelle Restbestände verbleiben im Anzug. Aus hygienischen Gründen bietet der eigenen Neoprenanzug Vorteile.

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Wie warm ist das Wasser zum Surfen vor Ort?

Weiterführend sind die regionalen Klimabedingungen im geplanten Reisezielt interessant. Nachfolgende Eckpunkte sind vor der Kaufentscheidung mit zu beachten:

  • Wassertemperatur
  • Windstärke
  • Bewölkungsgrad

Hinzu kommt, dass jeder Mensch ein anderes persönliches Kälteempfinden aufweist. Verwendet wird ein Neoprenanzug oftmals bis zu einer durchschnittlichen Wassertemperatur von circa 21 bis 24 Grad Celsius. Hinzu kommen:

  • aktuelle Wetterlage
  • Dauer des Aufenthalts im beziehungsweise auf dem Wasser

Selbst erfahrene Wassersportler nutzen auch bei höheren Wassertemperaturen einen schützenden Neoprenanzug. Dies liegt darin begründet, dass die Differenz zwischen Körper- und Wassertemperatur in jedem Fall sehr hoch ist. Bei länger dauernden Surfsessions besteht leicht die Gefahr einer Auskühlung.

Hinzu komm, dass ein Neoprenanzug nicht nur vor Kälte schützt. Die Schutzfunktionen dienen zudem der Prävention von:

  • Sonnenbrand
  • Hautabschürfungen, blaue Flecken und Ähnliches

Damit lohnt sich die Nutzung eines Neoprenanzuges gerade für Anfänger. Aber auch Fortgeschrittene vermeiden damit unschöne Urlaubserinnerungen.

Welche Größe beim Neoprenanzug wählen?

Die falsche Größe gehört zu typischen Anfängerfehlern. Verzichten Sportler auf eine Beratung beziehungsweise auf die Konsultation eines Ratgebers für Neoprenanzüge, kaufen sie häufig einen viel zu großen Anzug.Dies hängt damit zusammen, dass der Anzug anfangs sehr eng wirkt. In der Praxis weitet sich ein Großteil der Modelle jedoch um circa eine Größe.

Jeder Hersteller nutzt eigene Schnitte. Damit kann es auch dann zu Fehlkäufen kommen, wenn sich erfahrene Sportler einen Zweitanzug zulegen.

Ein nicht gut sitzender Neoprenanzug kommt seiner schützenden Wirkung nicht mehr nach. Dies gilt auch für kostenintensive Modell bester Qualität. Sobald sich Falten bilden, geht die erwünschte Wärmeisolierung verloren.

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Die erste Orientierung erhalten Interessenten mithilfe der Größentabelle einzelner Hersteller. Aufgrund der verschiedenen Elastizität einzelner Materialien müssten Hersteller von Neoprenanzügen für jedes Modell unterschiedliche Tabellen erstellen. Dies ist nicht der Fall.

  • Größentabellen sind keine verlässlichen Ratgeber.
  • Tatsächliche Neo-Größe ist nicht zu vergleichen mit der von normaler Alltagskleidung.
  • Große Differenzen zwischen unterschiedlichen Marken.

 

Typische Größen für Neoprenanzug

  • XLS – XL – XXL – XXXL
  • LS – L – LT
  • MS – M – ML – MLT
  • XS – S – STUnabhängig von der jeweiligen Körpergröße ist Folgendes zu beachten:
  • Neo-Größen mit „T“ – geeignet für Surfer mit dünner Körperfigur
  • Neo-Größen mit „S“ – geeignet für Wassersportler mit breitem Körperbau

Folglich ist es empfehlenswert, unterschiedliche Modelle diverser Surfmarken vor der Kaufentscheidung selbst anzuprobieren.

Dennoch bietet ein online Kaufratgeber für Neoprenanzüge oder eine klassische Beratung im lokalen Surfshop einen ersten Zugang zu potenziell geeigneten Modellen.

Welche Hersteller bieten Neoprenanzüge an?

  • Billabong
  • Hurley
  • O´Neill
  • Patagonia
  • Quiksilver
  • Rip Curl
  • Xcel

 

Die 10 beliebtesten Hersteller haben wir hier noch mal ausführlicher beschrieben.

Welche Arten von Neoprenanzügen gibt es?

Es gibt zahlreiche Varianten hochwertiger Modelle:

  • reißverschlussloser Anzug: auch Winter, längere Wärmeisolation
  • Reißverschluss am Rücken (Backzip System): Gelegenheitssurfer im Sommer
  • Reißverschluss vorn (Front Zip): auch Winter, längere Wärmeisolation

Die Entscheidung für einen Neoprenanzug sollte jedoch nicht unbedingt vom Hersteller oder Aussehen abhängig sein. Vielmehr spielt das Einsatzgebiet eine Rolle. Im Nachfolgende erklären wir Näheres zu:

  • Neoprentyp
  • Neoprendicke
  • Material

Neoprentyp

Es gibt unterschiedliche Ausführungen:

  • Hooded Fullsuit: lange Beine, lange Ärmel, integrierte Haube
  • Steamer oder Fullsuit: lange Beine, lange Ärmel
  • Short Sleeve Wetsuit: lange Beine, kurze Ärmel
  • Shorty: kurze Beine, kurze Ärmel

 

Neoprendicke

Die Dicke des Materials bei Neoprenanzügen geben Hersteller mithilfe von zwei Kennwerten an:

  • in Millimeter angegeben
  • Trennung durch Querstrich oder Komma (beispielsweise 3/2er)

Der erste Kennwert gib die Neoprendicke im Bereich des Torsos (Bauch-Becken-Brustbein) an. Die zweite Zahl bezieht sich auf die Materialdicke an den Beinen als auch Armen.

Eine Kombination beider Neoprenstärker bringt zwei Vorteile mit sich:

  • Warmhalten des Oberkörpers
  • hohe Beweglichkeit der Extremitäten ermöglicht Paddeln

Zu beachten ist, dass die Neoprendicke allein nichts aussagt bezüglich der isolierenden Funktionsweise des Modells.

Beispielsweise eignet sich ein 3/2er Einsteigermodell nicht (zu kalt) bei 18 Grad Celsius Wassertemperatur, frischer Seebriese und bewölktem Himmel. Ungeeignet (zu heiß) ist auch ein 3/2er Premiummodell bei sonnigen Tagen ohne Wind und Wassertemperaturen von 21 Grad Celsius.

Da auch die Dauer der jeweiligen Surfsession und das individuelle Kälteempfinden eine wichtige Rolle spielen, machen Hersteller keine Angaben zu den Einsatzgebieten einzelner Neoprenmodelle. Lediglich Xcel un Quicksilver bieten einen sogenannten Temperatur-Guide zur ihren Modellen an.

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Als Alternative empfiehlt es sich, vor der Kaufentscheidung regionalen Empfehlungen für das jeweilige Surfgebiet in puncto Neoprendicke und Neoprentyp zu folgen.

 

Material

Ein Fokus auf Material, Tape, Innenfutter und Nähte bei Neoprenanzügen lohnt sich, wenn Nutzer ein flexibles und schnell trocknendes Modell wünschen.

Versiegelung, inklusive Innennähte ermöglicht flexible, wasserdichte Nähte

Bezüglich der Materialvariante bieten Hersteller eine große Auswahl verschiedener, innovativer Optionen an:

  • Flash Dry Lining
  • Thermo Cry Celliant
  • Elstomax 4

 

Diese Bezeichnungen geben oftmals noch keinen Hinweis auf die tatsächliche Funktion. Entsprechend sind neben der Herstellerbeschreibung Testberichte zu Neoprenanzügen heranzuziehen, welche praktische Tipps zum idealen Einsatzbereich des Wetsuits machen.

Nicht zu unterschätzen sind hierbei einzelne Preisklassen, aber auch Qualitätsklassen für Neoprenanzüge.

 

Neuen Neoprenanzug das erste Mal anziehen

Ist der Surfanzug neu, kann es sein, dass sich das Reinschlüpfen etwas mühselig darstellt. Das ist normal, denn ein passgenauer Neoprenanzug lässt sich nur schwer anziehen und auch Profisurfer kämpfen mit diesem Umstand.

Nachfolgende Tipps erleichtern das Anziehen eines neuen Neoprenanzuges:

 

Füße, Knöchel, dann Beine

Sitzend ist vorerst nur ein Hosenbein anzuziehen. Dieses ist bis über den jeweiligen Knöchel zu ziehen. Danach folgt der Oberschenkel. Alle Falten sind im Nachgang zu glätten. Beachte, dass sich das Knie-Pad direkt mittige über dem Knie befindet.

Nun folgt das andere Hosenbein. Es empfiehlt sich eine behutsame Vorgehensweise. Ein kräftiges Ziehen am Surfanzug erleichtert das Ankleiden nicht.

Sollte der Neoprenanzug bereit nass sein, empfiehlt es sich Plastiktüten als Strümpfe über den Füßen zu nutzen, um den Widerstand beim Anziehen zu verringern.

 

Hüfte, Schritt, Oberkörper

Der Anzug so lange über die Hüfte zu ziehen, bis alle Falten an den Beinen geglättet sind. Ein enges Anliegen im Schritt ist zu vermeiden.

Danach ist der zweite Teil des Anzuges bis zu den Achseln hochzukrempeln. Auch hier empfiehlt es sich, alle Falten sofort mit den Fingerspitzen zu glätten. Fingernägel dürfen auf keinen Fall zum Einsatz kommen.

 

Ärmel, Achseln, Schultern

Zuerst ist der linke Arm durch den Ärmel zu führen, bis das linke Handgelenk austritt. Danach ist das Neopren am Unter- und Oberarm glatt zu streichen, bis alle Falten verschwinden. Der Ärmel darf nicht verdreht sein.

Danach folgt die linke Schulter und schließlich der rechte Arm. Abschließend ist der Kopf durch den Kragen zu führen. Bei Modellen mit Reißverschluss ist dieser am Ende zu schließen.

Ähnlich wie bei den Füßen erleichtern Plastiktüten über den Armen das Eindringen in einen nassen Anzug.

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Checkliste für den neuen Neoprenanzug

  • leichtes Anziehen möglich
  • erste Anprobe ist etwas kompliziert, Gefühl von „eingepresst sein“
  • enges Anliegen: keine Freiräume zwischen Anzug und Haut, keine Faltenbildung im Schritt, in Kniekehlen oder an Schultern
  • Faltenbildung unter Achseln möglich, diese verschwinden, sobald Arme seitlich angehoben in Brusthöhe
  • Bewegungsfreiheit der Arme nicht eingeschränkt
  • kein beengendes Gefühl beim Ausstrecken der Arme über Kopf und gleichzeitigem Anheben der Schultern
  • im Halsbereich nicht zu eng, normale Atmung problemlos möglich

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