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Neoprenanzüge – die verschiedenen Modelle und ihre Vorteile

 

Neoprenanzüge gehören zur Grundausstattung eines jeden Wassersportlers, insbesondere in Europa, wo Wasser- und Lufttemperatur das Tragen eines Neoprenanzuges unumgänglich machen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Modellen und Arten, die in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden. Je nach Anspruch stehen diverse Modelle zur Auswahl, die jeweils ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen.

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Warum ist ein Neoprenanzug notwendig?

Das oberste Ziel eines Neoprenanzuges ist es, den Körper zu wärmen, damit der Sportler in oder auf dem Wasser nicht friert. Kühlt der Körper erst einmal aus, kann es neben Verletzungen des Bewegungsapparates wie Muskelzerrungen zu weiteren, schwerwiegenderen gesundheitlichen Folgen kommen. Aber auch bei wärmeren Temperaturen ist ein guter Anzug wichtig, da er zudem vor Hautabschürfungen und Sonnenbrand schützt.

Verschiedene Typen von Neoprenanzügen

Die verschiedenen Neoprentypen unterscheiden sich nach ihre Ausführung in Bezug auf Arm- und Beinlänge. Zu den bekanntesten Anzügen gehört dabei der Fullsuit. Dieser lange Neoprenanzug verfügt sowohl über lange Ärmel als auch über lange Beine. Er wärmt sehr gut und ist für besonders für kühle Temperaturen auch als „Full Hooded Suit“ mit integrierter Haube erhältlich. Ebenfalls sehr beliebt ist der Shorty, ein kurzer Neoprenanzug mit kurzen Ärmeln und Beinen. Ähnlich dem Shorty ist der Overknee, bei dem die Beine immer bis über die Knie reichen. Dies minimiert das Verletzungsrisiko.

Weitere Modelle, die jedoch nicht so häufig zum Einsatz kommen, sind der „Longsleeveshorty“, ein Anzug mit kurzen Beinen und langen Armen. Er bietet bei sehr guter Wärmewirkung an den Armen gleichzeitig eine hervorragende Bewegungsfreiheit an den Beinen. Der Long John hat lange Beine, jedoch kein Neoprenärmel. Analog dazu gibt es auch den Short John mit kurzen Beinen.

Materialstärke

Die Materialstärke wird mit Hilfe von 2 Zahlen benannt, welche die Dicke des Materials in Millimeter angeben. So bedeute 3/2, dass der Anzug im Brustbereich 3 mm, an Armen und Beinen jedoch nur 2 mm dick ist. Dies hat den Vorteil, dass einerseits der Oberkörper angenehm warm gehalten wird, andererseits an Armen und Beinen eine hohe Bewegungsfreiheit gewährleistet bleibt.

Wasserdichte Nähte bei Neoprenanzügen

Damit der Neoprenanzug sein Ziel, den Körper warm zu halten und das Wasser am Eindringen zu hindern, müssen auch die Nähte wasserdicht sein. Hochwertige Modelle sind daher mit flexiblen Nähten ausgestattet, die zusätzlich zur Versiegelung mit einem Innentape versehen sind. Bei günstigeren Modellen sind die Nähte hingegen oft nur vernäht, daher kann leicht Wasser eindringen.

Verschieden Arten von Reißverschlüssen: Vor- und Nachteile

Reißverschlüsse vereinfachen das Anziehen eines Neoprenanzuges, bieten aber gleichzeitig dem Wasser Möglichkeiten, in den Anzug einzudringen. Daher sollte beim Kauf immer abgewogen werden, was wichtiger ist: Ein möglichst leicht anzuziehender Anzug oder ein absolut wasserdichter Anzug.

Der Klassiker unter den Neoprenanzügen ist der Backzip. Hier ist am Rücken ein langer Reißverschluss angebracht, der das Anziehen enorm vereinfacht. Das Wasser kann jedoch leichter eindringen. Eine Alternative zum Backzip ist der Chest- oder Frontzip. Dieser sitzt besser als der Backzip, ist jedoch aber auch deutlich schwieriger anzuziehen. Zudem bietet der dem Wasser deutlich weniger Möglichkeiten zum Eindringen.

Wer viel Wert auf einen absolut wasserdichten Anzug legt und dafür mehr Zeit zum An- und Ausziehen in Kauf nimmt, sollte einen Neoprenanzug ganz ohne Reißverschluss wählen. Diese Anzüge sitzen hervorragend und entwickeln zudem eine sehr gute Wärmewirkung.

Welcher Anzug ist für welche Bedingungen der richtige?

Der passende Neoprenanzug sollte anhand von Wassertemperatur, Windstärke und Bewölkungsgrad gewählt werden. Aber auch das eigene Kälteempfinden sollte nicht außer Acht gelassen werden, wenn es darum geht, einen Anzug zu finden, der sowohl über eine gute Wärmewirkung als auch über genügend Bewegungsfreiheit verfügt.

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Bei einer geringen Wassertemperatur bis etwa 12°C empfiehlt sich ein Hooded Full Suit in der Stärke 4/5. Die Haube bietet dabei einen zusätzlichen Schutz gegen Wind und aufpeitschendes Wasser. Bei warmen Wassertemperaturen ab etwa 20°C ist ein Shorty die richtige Wahl. Ab etwa 24-25°C Wassertemperatur wird in der Regel kein Neoprenanzug mehr benötigt. Dennoch ist es sinnvoll, zumindest einen Shorty oder Overknee zu tragen, damit der Körper nicht auskühlt und dadurch Verletzungen begünstigt werden.

Worauf sollte beim Kauf eines Neoprenanzuges geachtet werden?

Ein neuer Neoprenanzug sollte generell sehr eng sitzen und gefühlt eher eine Nummer zu klein gekauft werden. Der Anzug wird sich im Laufe der Zeit noch etwas weiten, so dass ein bereits zu groß gekaufter Anzug dann nicht mehr genutzt werden kann. Denn sobald ein starker Faltenwurf auftritt, ist keine Wärmewirkung mehr vorhanden. Daher sollte der Anzug so eng und glatt wie eine zweite Haut sitzen, jedoch keinesfalls die Luft abschneiden. Der Anzug passt perfekt, wenn er sich leicht und nicht störend anfühlt sowie genügend Flexibilität bietet, um einem bewegungsintensivem Sport in oder auf dem Wasser nachgehen zu können.

In Bezug auf das Material sollte auf einen hohen Stretchanteil geachtet werden, damit der Anzug lange in Form bleibt. Er sollte zudem atmungsaktiv sein und aus einem Semi-Dry-Material bestehen, dass zwar Wasser nach außen entweichen lässt, aber keines nach innen dringen lässt.


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