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Optimalen Neoprenanzug finden: Checkliste

Aktuell gibt es eine umfangreiche Auswahl an Neoprenanzügen. Qualitätshersteller bieten unterschiedliche Modelle in diversen Ausführungen an. Wir verraten Dir in diesem Blogbeitrag, wie Du Deinen passgenauen Neoprenanzug auswählst.

 

Neoprenanzug schützt wie zweite Haut

Die Wahl des richtigen Neoprenanzuges garantiert ein optimales Körperklima beim Wassersport. Je nachdem, wo Du dem Wasservergnügen nachkommen lässt, sind grundlegende Eckpunkte zu beachten.

Vor der Suche eines passenden Anzuges sollten Dir folgende Eigenschaften der angepeilten Surfregion bekannt sein:

  • Witterungseinflüsse
  • Wassertemperatur
  • Meer oder Fluss?
  • Riff oder Sandstrand?
  • Größe
  • Körperbau
  • Dauer des Wasseraufenthalts
  • eigenes Empfinden

 

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Wichtige Kriterien auf einen Blick

Mithilfe der nachfolgenden Übersicht ist es möglich, sich einen Überblick über Durchschnittswerte in puncto klimatische Bedingungen und Materialstärke zu machen.

Solltest Du sehr kälteempfindlich sein, empfehlen wir bei den angegebenen Werten jeweils ein bis zwei Grad Celsius hinzuzurechnen.

Zudem ist zu beachten, dass angegebene Größen abhängig sind von weiteren Einflussfaktoren:

  • Witterung: bewölkt oder sonnig
  • Windstärke
  • Außentemperatur

Die in der nachfolgenden Übersicht angegebenen Werte geben zwei verschiedene Optionen an:

  • niedrigsten Werte = ideale Rahmenbedingungen
  • höchste Werte = schlechte Umweltbedingungen

Weiter empfehlen wir, bei besonders langem Surfen den etwas dickeren Neoprenanzug zu bevorzugen, um das Auskühlen des Körpers zu vermeiden.

*Materialdicke: Wassertemperatur, Accessoires
* 5/4/3 Millimeter: 10 bis 15 Grad Celsius, Booties (5 mm), Gloves (5 mm), Hood (5 mm)
* 3/2 Millimeter Steamer: 15 bis 20 Grad Celsius, Booties (optional)
* 2 Millimeter langarm Shorty: 17 bis 20 Grad Celsius, Booties (optional)
* 2 Millimeter kurzarm Shorty: 19 bis 22 Grad Celsius, Booties (optional)
* 1 Millimeter Springsuit oder Top: 20 bis 23 Grad Celsius, Booties (optional)
* Lycra, Boardshorts, Surf T-Shirts: ab 23 Grad Celsius (tropische Surfressorts), Booties (optional)

Die Schlüsselkomponenten bei der Wahl des optimalen Neoprenanzugs setzen sich zusammen aus dem Modelltyp und der Materialstärke. Weitere Faktoren sind:

  • Flexibilität
  • Verschlussmöglichkeiten

Zu beachten ist, dass die Nutzung eines Surf T-Shirts oder dem Modell Lycra zu kombinieren ist mit einer guten Sonnencreme. Auch die nasse Haut wird von ungesunder UV-Strahlung der Sonne angegriffen. Alternativ dazu kann ein Neoprenanzug mit langen Ärmeln als auch Beinen zum Einsatz kommen.

Letzteres ist vor allem dann zu empfehlen, wenn es sich um längere Surfsessions handelt. Auch bei anscheinend optimalen Wassertemperaturen zwischen 23 und 25 Grad Celsius besteht weiterhin die Gefahr, dass der Körper auskühlen kann.

 

Neoprenanzüge: Blickpunkt Nähte

Hersteller legen einen besonderen Wert auf die Nähte. In der Praxis macht es tatsächlich einen bedeutenden Unterschied, ob Dein Neoprenanzug mit …

  • Blindstitch,
  • Flatlock oder
  • Glued

… verarbeitet ist. In Abhängigkeit von der jeweiligen Preisklasse und vom Modell kommt eine dieser Varianten vor. Vereinzelt nutzen Hersteller eine Kombination dieser.

Nähte bei Neoprenanzügen werden nach Möglichkeit so platziert, dass sie den Nutzer nicht stören. Am wichtigsten ist eine von Nähten freie Schulterpartie. Diese hilft Abschürfungen vorzubeugen und ermöglicht maximale Flexibilität beim Paddeln.

 

Flatlock Nähte

Günstigere Modelle aus dünnem Material weisen diese Nahtart auf:

  • nicht wasserdicht
  • robust.

Direkt durch das Material erfolgt ein überlappender Stich. An kritischen Positionen integrieren Hersteller sogenannte Patches. Diese verhindern mögliche Abschürfungen beziehungsweise das Aufplatzen von Nahtstellen.

Das eindringende Wasser ermöglicht eine angenehme Regulation der Körpertemperatur. Dies funktioniert jedoch nur, wenn es sich um warme Rahmenbedingungen handelt.

 

Blindstitched und Glued

Zum Einsatz kommen beide Nahtvarianten bei kostenintensiveren Modellen mit höherer Materialdicke.

Die Herstellung erfolgt durch zwei Arbeitsschritte. Zuerst wird die die Naht verklebt. Danach kommt der Blindstitch zum Einsatz, wobei das Material nie komplett durchstochen wird.

Nutzer profitieren von zahlreichen Vorteilen:

  • maximale Flexibilität
  • Risiko für Abschürfungen reduziert
  • wasserdicht
  • extrem hohe Strapazierfähigkeit der getapten Nähte
  • exzellenter Komfort durch elastische Streifen entlang aller Nähte

 

Neoprenanzug: mit oder ohne Reißverschluss

Es gibt aktuell drei verschiedene Modelle:

  • Chestzip (Reißverschluss im Brustbereich)
  • Backzip (Reißverschluss hinten von Lendenwirbelsäule bis Nacken)
  • ohne Reißverschluss

Vor der Wahl des passenden Neoprenanzuges lohnt sich ein Blick auf die jeweiligen Vorteile, aber auch Nachteile der Reißverschlüsse.

 

Chestzip

Neoprenanzüge mit Chestzip weisen lediglich einen Reißverschluss im Brustbereich auf. Dadurch stehen weitere Anpassungsmöglichkeiten zur Verfügung. Diese garantieren einen perfekten Sitz, ohne dass kaltes Wasser unerwünscht eindringen kann.

Modelle mit Chestzip zeichnen sich durch höhere Flexibilität aus, da der Rücken- und Schulterbereich zu 100 % aus Neopren besteht.

Als nachteilig erweist sich die im Vergleich zum Backzip etwas kompliziertere Handhabung. Der Chestzip erschwert den Einstieg, da die zur Verfügung stehende Öffnung sehr klein ist.

 

Backzip

Der lange Reißverschluss im Rückenbereich ermöglicht aufgrund der großen Öffnung ein zeitsparendes An- und Ausziehen. Ein am Reißverschluss integrierter Riemen erleichtert diesen Vorgang.

Erfahrungsgemäß sind diese Neoprenanzüge aufgrund des langen Reißverschlusses wenig flexibel. Hinzu kommt, dass im Bereich des Reißverschlusses Wasser eindringen kann.

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Entsprechend ist der Einsatz dieses Backzip Systems in kalten Gewässern zu vermeiden.

 

ohne Reißverschluss

Nutzt Du einen Neoprenanzug ohne Back- oder Chestzip, können Dir Missgeschicke, wie beispielsweise ein kaputter Reißverschluss am Strand nicht in die Quere kommen.

Der Verzicht auf einen Zipper bietet maximale Flexibilität, welche sich vor allem bei paddelintensiven und langen Surfsessions bemerkbar macht.

Dennoch machen sich auch bei diesen Modellen Nachteile bemerkbar. Das An- und Ausziehen ist komplizierter. Wird das Material dabei zu stark gedehnt, können schneller Schäden am Neoprenanzug auftreten.

 

Richtige Größe für Neoprenanzug wählen

Bei der Wahl des passenden Wetsuits ist eine goldene Regel zu beachten:

Neoprenanzüge dürfen die Bewegung nicht einschränken, müssen jedoch eng anliegen. 

Ein zu kleiner beziehungsweise zu großer Anzug ist zu vermeiden weil:

  • zu klein: Paddeln wird deutlich erschwert.
  • zu groß: Ansammlung von Wasser im Neoprenanzug verursacht schnelleres Abfallen der Körpertemperatur

Damit der passende Neoprenanzug gewählt werden kann, sind Größentabellen hilfreich. Hersteller stellen diese vereinzelt für jedes ihrer Modelle zur Verfügung. Es ist empfehlenswert, wenn Dich eine zweite Person abmisst, um möglichst genaue Resultate für nachfolgende Kennwerte zu erreichen:

  • Brustumfang
  • Körpergröße
  • Taillenumfang
  • Innenbeinlänge
  • Ärmellänge
  • Körpergewicht

 

Passgenauigkeit geht vor

Vor allem an der Lendenwirbelsäule muss der Anzug gut anliegen. Ist der Neoprenanzug zu klein, behindert er Deine Bewegungen.

Im Bereich der Handgelenke und Knöchel sollte der Anzug direkt abschließen.

Hersteller bieten zahlreiche Zwischengrößen an. Diese erleichtern die schlussendliche Auswahl:

  • Tall (T) = groß (Körpergröße)
  • Small (S) = klein (Körpergröße)
  • reguläre Größe = Körperbau

 

Materialkunde: Neopren

In den vergangenen Jahren machte der Bereich der Neoprenproduktion große Fortschritte. Praktisch ist dies daran erkennbar, dass sich Neoprenanzüge in puncto Qualität und Flexibilität immer mehr unterscheiden. Alle Hersteller unterscheiden zwischen zwei Varianten:

  • Einsteiger Neoprenanzüge
  • Performance Neoprenanzüge

In Abhängigkeit von der jeweiligen Preisklasse sind hierbei auch Unterschiede bezüglich der Qualität zu verzeichnen.

 

Performance Neoprenanzüge

Diese Profianzüge bestehen aus hochwertigen Neoprengemischen. Sie zeichnen sich durch maximale Flexibilität und Leichtigkeit aus. Zudem bieten sie mehr Auftrieb.

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Einsteiger Neoprenanzüge

Mit diesen Modellen sind Surfanfänger gut beraten. Einsteigermodelle sind sehr robust. Oftmals weisen sie eine zusätzliche Verstärkung im Kniebereich auf. Damit ziehen mehrmalige Take-Off-Versuche nicht sofort einen zerschlissenen Neoprenanzug nach sich.

Innerhalb der oben aufgeführten Kategorien existieren zahlreiche Qualität- und Preisklassen. Online Ratgeber für die optimale Wahl eines Neoprenanzuges erleichtern die Kaufentscheidung.


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