Skip to main content

Triathlon: Alle Tipps und Informationen rund um den Neoprenanzug

Nicht nur das Fahrrad, sondern auch der Neoprenanzug ist eine große Investition für den Triathlon. Umso wichtiger ist es demnach, dass Du genau weißt, was Du kaufst. Schließlich ist zwischen 100 EUR und 1000 EUR so ziemlich alles drin. Auch lohnt es beim Kauf zu wissen, weshalb Du überhaupt einen Neoprenanzug benötigst.

Neoprenanzüge bei Amazon

 

Warum ein Neoprenanzug beim Triathlon?

Grundsätzlich gilt: Findet der Triathlon im Schwimmbad oder bei sehr warmen Temperaturen statt, benötigst Du keinen Neoprenanzug. Aber warm ist nicht gleich warm, denn selbst bei einer Wassertemperatur von rund 20 Grad hat ein Neoprenanzug einige Vorteile. Diese fünf Gründe erläutert, warum:

 

  • Der Neoprenanzug gibt Dir Auftrieb, sodass Du im offenen Gewässer besser schwimmen kannst
  • Mit einem Neoprenanzug kannst Du länger im kalten Wasser schwimmen, denn aufgrund des Materials erwärmt sich das Wasser schnell und außerdem schließt der Anzug eine kleine Menge Wasser zwischen Deinem Körper und dem Anzug ein
  • Du sparst Energie, denn ein Neoprenanzug besitzt hydrodynamische Eigenschaften, mit welchen du besser gleiten kannst
  • Da Neoprenanzüge mit einer wasserabweisenden Beschichtung ausgestattet sind, fällt es Dir deutlich leichter, Dich schnell durch das Wasser zu bewegen
  • Einige Veranstalter schreiben Neoprenanzüge beim Triathlon vor

 

Worauf Du beim Kauf achten solltest

Entscheidest Du Dich für einen Neoprenanzug, gibt es einige Kriterien, die Du beim Kauf beachten solltest. In erster Linie muss der Anzug passen, denn wenn dies nicht der Fall ist, kannst Du von seinen sonst so positiven Eigenschaften kaum profitieren. Verwechsle den Neoprenanzug nicht mit einem Surfanzug, denn diese sind nicht für’s Schwimmen geeignet. Im schlimmsten Falle wird die Bewegungsfreiheit dadurch enorm eingeschränkt. Ein Neoprenanzug passt, wenn er sich wie eine zweite Haut anfühlt. Natürlich darf er dabei nicht einschnüren. Achte darauf, dass der Ausschnitt sowie der Stoff an den Knöcheln und Handgelenken weder zu eng, noch zu weit sitzen.

Achtung: Zeit und Geduld sind die Stichwörter. Den Anzug ziehst Du am besten an, indem Du an den Knöcheln beginnst und ihn dann wie eine Strumpfhose anziehst. Wichtig ist, dass an den Achseln kein Material übersteht. Socken oder Plastiktüten, die über die Füße gezogen werden, können beim Anprobieren übrigens helfen. Damit keine Schäden durch zu lange Fingernägel entstehen, kannst Du Einweg-Gummihandschuhe oder leichte Baumwollhandschuhe tragen. Ziehe den Neoprenanzug immer an, wenn Du trocken bist, denn das funktioniert deutlich besser.

Frauen sollten zu Neoprenanzügen greifen, die speziell für Frauen ausgeschildert sind, denn diese sind immer ideal auf den weiblichen Körper zugeschnitten. Wer große Größen sucht, muss unter Umständen etwas länger suchen, denn einige Hersteller produzieren keine Anzüge für Frauen mit größeren Größen. Hier empfiehlt es sich, zu einem hochwertigen Neoprenanzug zu greifen, denn diese sind aufgrund ihrer Qualität häufig flexibler und passen sich Deinem Körper besser an.

Hinsichtlich der Auswahl spielt auch die Dicke des Neoprens eine wichtige Rolle. Grundsätzlich gilt dabei, dass es mehr Auftrieb gibt, je dicker das Material ist. Mehr Auftrieb klingt zunächst gut, dennoch solltest Du beachten, dass dies auch die Flexibilität umso mehr einschränkt. Eine Materialdicke von maximal 5 mm ist im Triathlon lediglich erlaubt. Einige Hersteller setzen diese maximale Dicke nur dort ein, wo Auftrieb gewünscht ist. Im Normalfall sind Bereiche wie Arme, Schultern oder Rücken zwischen 1,5 und 3 mm dick. Um zu wissen, was bequem ist, musst Du also verschiedene Modelle anprobieren.

Langarm oder ohne Ärmel? Jede Variante hat ihre Vorteile. Während sich der ärmellose Anzug leichter ausziehen lässt und bequemer im Wasser ist, ermöglicht Dir ein Neoprenanzug mit langen Ärmeln mehr Auftrieb als ein Neoprenanzug ohne Ärmel. Möchtest Du nicht beide Varianten kaufen, empfiehlt sich ein Neoprenanzug mit langen Ärmeln.

 

Selbstverständlich gibt es weitere Merkmale, die sich unterscheiden. Dazu gehören beispielsweise:

  • die Struktur an den Unterarmen
  • die Art der Reißverschlüsse
  • die Art der Beschichtung
  • die verschiedenen Materialien, welche Dir das An- und Ausziehen erleichtern.

Beim Kauf gibt es grundsätzlich kein „richtig“ oder „falsch“, was bedeutet, dass Du Dir genügend Zeit nehmen solltest, verschiedene Modell zu probieren. Auch Kundenbewertungen können helfen. Beachten solltest Du dabei jedoch, dass der Neoprenanzug natürlich auf Deine Figur, Deine Fähigkeiten und Bedürfnisse zugeschnitten sein muss. Achte beim Kauf also unbedingt darauf.

Der erste Triathlon: Mit oder ohne Neoprenanzug?

Der erste Triathlon steht an und Du stellst Dir die Frage, ob Du direkt einen Neoprenanzug kaufen musst? Diese Frage lässt sich kurz und schmerzlos beantworten: Musst Du nicht. Schließlich kannst Du Dir den Anzug auch leihen. Selbst bei einem geliehenen Neoprenanzug solltest Du allerdings darauf achten, dass er gut sitzt.

Einige Vereine verleihen übrigens Neoprenanzüge an ihre Mitglieder. Mit ein wenig Glück ist dabei auch ein passender Anzug für Dich dabei. Dein Glück versuchen könntest Du auch in Triathlon-Shops, die die Anzüge meistens wochenweise verleihen. Beachten musst Du allerdings, dass die Reinigung und Miete für den Neoprenanzüg häufig so teuer ist, dass beinahe ein eigenes, günstiges Einstigermodell drin wäre. Wer starke Nerven besitzt, kann sich auch bei jeder größeren Triathlon-Veranstaltung nach einem passenden Neoprenanzug umsehen, denn hier sind zumeist Hersteller-Stände vorhanden. Von Vorteil ist es jedoch nicht, den Anzug am Vortag des Wettbewerbs erst zu kaufen.

Übrigens: Wenn Du auf der Suche nach einem besonders günstigen Schnäppchen bist, lohnt sich der Blick ins Internet. Hier findest Du nicht selten gute Einsteigermodelle für unter 200 EUR.


Ähnliche Beiträge